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"Wir kümmern uns"
Autor: Frau Silke Faßen
Artikel vom 06.07.2017

Kinder - Verhalten gegenüber Fremden

Sicherheit für kleine Weltentdecker: Verhalten gegenüber Fremden schulen

Spätestens mit Schulbeginn ist es soweit: Kinder bewegen sich immer öfter ohne die Begleitung ihrer Eltern oder anderer enger Bezugspersonen draußen auf dem Spielplatz, dem Schulhof, am Waldrand oder auf dem Schulweg. Dieser neu gewonnene Freiraum bietet kleinen Weltentdeckern einerseits die Chance immer selbstständiger zu werden. Andererseits birgt er die Gefahr, dass ein Kind zum falschen Zeitpunkt der falschen, unbekannten Person begegnen kann. Aber auch schon vor den alleinigen Streifzügen durch die Nachbarschaft gibt es immer wieder unbeobachtete, kurze Augenblicke, in denen das Kind einem Fremden näher kommen kann. Angesichts regelmäßig erscheinender Nachrichten zu Übergriffen auf Kinder bereitet dieser Gedanke vielen Familien große Sorgen. Es stellt sich vielen Eltern die Frage: Wie kann ich meinem Kind Distanz und den sicheren Umgang mit Unbekannten erklären?

Damit Eltern das Thema gegenüber ihren Kindern kindgerecht ansprechen können, sind Kinderbücher empfehlenswert. Hilfreich ist die Vereinbarung klarer Regeln. Diese sollen dem Kind nicht sagen, dass es da draußen nur böse Menschen gibt. Sie fungieren vielmehr als Hilfsmittel für Situationen, in denen Kinder ohne entsprechende Gespräche vielleicht keinen Rat wüssten. So sollten Sie mit dem Kind klären, zu wem es beispielsweise ins Auto steigen darf. Oftmals wenden Fremde auch die Masche an, dass sie im Auftrag der Eltern kämen, so dass die Kinder arglos werden. Auch die typischen Situationen, wie das Versprechen von Süßigkeiten oder das Anschauen von Spielsachen oder Tierkindern, sollten Sie gegenüber Ihrem Kind ansprechen. Nur wenn es um solche Gefahren weiß, hat es die Möglichkeit diese rechtzeitig zu erkennen bzw. diesen von vornherein aus dem Weg zu gehen.

Zu den Grundregeln, die Sie mit Ihrem Kind vereinbaren sollten zählen, dass es:

  • andere Personen in Gefahrensituationen sofort um Hilfe bittet
  • deutlich sagen kann: "Das will ich nicht." oder "Nein."
  • Fremde stets mit "Sie" angesprochen werden (ab Grundschulalter)
  • Ihnen und anderen Bezugspersonen stets Bescheid gibt, wo es ist
  • immer wieder pünktlich Zuhause bzw. an vereinbarten Treffpunkten ist
  • das Fehlen von Freunden, Mitschülern und Geschwistern meldet
  • nie mit Fremden mitgeht oder zu ihnen ins Auto steigt, auch wenn diese scheinbar im Auftrag der Eltern kommen
  • nie die eigene Adresse Unbekannten mitteilt.

Ebenfalls sollten Sie mit Ihren Kindern üben, Personen und Fahrzeuge konkret zu beschreiben, am besten auch, sich das Kennzeichen zu merken. Auch die Notrufnummern 110 und 112 sowie die eigene Adresse sollten bereits Kindergartenkinder schon kennen. Die Polizei rät auch, Kindern die 3L-Fluchtregel zu erklären, bei der Licht-Lärm-Leute als Orientierungspunkte für die Flucht aus Gefahrensituationen dienen.

Wichtig ist, dass die Sie Ihrem Kind das Gefühl vermitteln, dass es Ihnen

alle Erlebnisse anvertrauen kann. Bestärken Sie Ihr Kind darin, seiner Wahrnehmung und seinem Gefühl zu vertrauen. Selbstvertrauen ist ein wirksamer Schutz.

Ordnungsamt