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"Wir kümmern uns"
Autor: Frau Silke Faßen
Artikel vom 20.05.2020

Corona: eingeschränkter Kita Betrieb

Aufnahme des "eingeschränkten Regelbetriebs" nach Coronaverordnung in den Kindertageseinrichtungen schrittweise ab 25. Mai 2020

Seit nun zwei Monaten sind die Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg geschlossen. Nur wenige Kinder konnten im Rahmen einer Notbetreuung versorgt werden, v.a. wenn die Eltern in systemrelevanten Berufen tätig sind.

Das Land Baden-Württemberg hat am Samstag, 16. Mai 2020, einen weiteren Schritt zur Ausweitung des Notbetriebs beschlossen. Dieser soll Kindern und Eltern ein Stück Normalität wiederbringen.

Bislang waren auch in den Mötzinger Kindertageseinrichtungen die Möglichkeiten der Betreuung streng begrenzt. Dies ändert sich mit der neuen Fassung der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ein Stück weit. Künftig können bis zu 50 Prozent der Plätze je Einrichtung belegt werden – wenn das Fachpersonal vorhanden ist (diejenigen Erzieherinnen, die selbst der Risikogruppe nach Robert-Koch-Institut angehören, dürfen nicht eingesetzt werden), die Räume eine solche Betreuung mit Abstand hergeben (ggf. musss die Kinderanzahl reduziert werden, um pro Kind eine Fläche von 10 qm vorzuhalten) und ein Hygienekonzept die passenden Rahmenbedingungen schafft.

 

Grundsätzlich gilt jedoch weiterhin, dass die Notbetreuung (beide Eltern arbeiten in einem Beruf der kritischen Infrastruktur oder beide Eltern arbeiten präsenzpflichtig und werden von ihrem Arbeitgeber per Bescheinigung als unabkömmlich gestellt) vorranging zu gewährleisten ist. Die Plätze bis zur 50 prozentigen Obergrenze, die nicht durch die Notbetreuung belegt werden, stehen dadurch den anderen Kindern zur Verfügung. Welche Kinder diese Plätze in Anspruch nehmen können, regelt die neue Verordnung nicht. Das Kultusministerium Baden-Württemberg hat hier verschiedene Optionen in den Raum gestellt und überlässt es den Trägern vor Ort, darüber Entscheidungen zu treffen.

 

Wie viele andere Städte und Gemeinden auch, hätte sich auch die Gemeinde Mötzingen einen Kriterienkatalog vom Land gewünscht, wer vorrangig von diesem eingeschränkten Regelbetrieb profitieren soll. Eine solche Auswahl hat jedoch auch zur Folge, dass ganze Gruppen von Kindern nicht bedacht werden könnten. Diese Entscheidung wollte das Land Baden-Württemberg nicht treffen. Besser macht es das für die Eltern jedoch nicht, da die Entscheidung nun vor Ort getroffen wird und vermutlich von Ort zu Ort unterschiedlich getroffen wird, was zu einem uneinheitlichen „Konzeptedschungel“ innerhalb des Landes Baden-Württemberg führen kann. 

Wir haben uns dafür entschieden, dass möglichst alle Kinder, deren Eltern dies wünschen, in diesem eingeschränkten Regelbetrieb einbezogen werden können.

Da jedoch nur maximal 50 Prozent der Plätze zur Verfügung stehen und diese Kapazität weiter reduziert werden muss, um die Hygienevorgaben einzuhalten, bedeutet dies, dass es keine Angebote für eine dauerhafte Betreuung geben kann. Um alle Kinder gleichermaßen zu berücksichtigen, können wir die verfügbaren Plätze nur im tageweisen Wechsel anbieten.

Dies hat zur Folge, dass, je nach Einrichtung, die Kinder aktuell nur jeden ca. zweiten Tag die jeweilige Einrichtung besuchen können. Alle Eltern, die Bedarf für diesen eingeschränkten Regelbetrieb angemeldet haben, wurden konkret über den geltenden „Fahrplan“ für ihr Kind und die Einrichtung informiert. Dieser „Fahrplan“ kann sich jedoch jederzeit ändern, sobald mehr Kinder in der Notbetreuung oder im reduzierten Regelbetrieb angemeldet werden.

Für die Teilnahme an diesem reduzierten Regelbetrieb werden (ggf. anteilig) entsprechend des Modells Gebühren erhoben.

 

Weil die entsprechende Verordnung des Landes Baden-Württemberg erst am Samstag, 16. Mai, nachmittags veröffentlicht wurde, gab es keinen ausreichenden zeitlichen Vorlauf, um diese Entscheidungen bereits ab 18. Mai 2020 direkt und fundiert in den Kitas umzusetzen.

Stattdessen gilt für die Gemeinde Mötzingen wie auch in anderen Kommunen des Landes folgender Fahrplan:
Die Gemeinde hat sich mit allen Eltern in Verbindung gesetzt, ob eine solche eingeschränkte Regelbetreuung gewünscht wird und um Rückmeldung bis 19. Mai 2020 gebeten.

Zahlreiche Eltern haben diesen Bedarf zurückgemeldet, jedoch haben auch einige Eltern gemeldet, dass sie aktuell keinen Bedarf haben oder ihnen das Infektionsrisiko zu hoch ist und ein damit verbundenes Gesundheitsrisiko für ihre Kinder noch nicht hinreichend wissenschaftlich geklärt ist. Von vielen Eltern liegt hingegen noch keine Rückmeldung vor.

 

Die Gemeinde Mötzingen wird den eingeschränkten Regelbetrieb für alle bisher angemeldeten Kinder ab dem 25. Mai 2020 aufnehmen. Alle Eltern, die einen Bedarf gemeldet haben, wurden entsprechend informiert.

 

Sollten noch weitere Eltern Bedarf an einer Teilnahme an der eingeschränkten Regelbetreuung haben, so können sich diese gern bei der Gemeindeverwaltung melden. Wir versuchen dann, diese Kinder im Rahmen der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten noch in die Gruppen einzubeziehen.

 

Die Situation bleibt schwierig, auch wenn nun einige Kinder mehr betreut werden können. Mit den neuen Rahmenbedingungen wird man die Situation im Gesamten etwas verbessern können – sie ist jedoch immer noch weit entfernt von einem normalen Betrieb, wie es ihn vor dem 17. März 2020 gab.