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„Wir kümmern uns.“

Neujahrsempfang

Artikel vom 19.01.2023

Endlich wieder ein Neujahrsempfang in der Gemeindehalle

Nachdem in den Jahren 2021 und 2022 der Neujahrsempfang wegen Corona ausfallen musste, fand er in diesem Jahr wieder in Präsenz statt.

Zum 26. Neujahrsempfang der Gemeinde Mötzingen begrüßte Bürgermeister Marcel Hagenlocher am vergangenen Sonntag rund 180 Bürgerinnen und Bürger.

Er begann mit den Worten von Marie von Ebner-Eschenbach „Frieden kannst du nur haben, wenn du ihn gibst.“ Er ging darauf ein, dass seit 2020 unser aller Alltag durch weltweite Krisen, Probleme und Kriege bestimmt wird. Auch das Rathaus arbeitet seit rund 3 Jahren nahezu kontinuierlich im Krisenstab. Von der Coronakrise ging es nahtlos in den Krisenstab Ukraine und dann in den Krisenstab Gasmangellage über.

Bürgermeister Hagenlocher meinte, dass vieles seit dem vergangenen Jahr nicht mehr so ist, wie wir es über viele Jahre gekannt haben. Es wurde uns vor Augen geführt, dass Frieden in Europa wichtig und leider keine Selbstverständlichkeit ist. Auch unser Wohlstand ist abhängig von der Globalisierung und von außenpolitischen Beziehungen (bspw. Russland oder China), der durch Krieg und vielerlei weiteren Krisen beeinträchtigt wird.

Er meint weiterhin, dass wir in Mötzingen schon in der Vergangenheit bewiesen haben, dass wir trotz aller Widrigkeiten einiges bewegen können, wenn wir dies gemeinsam wollen. Bürgermeister Hagenlocher betont, dass wir den kommenden Generationen ein gutes Erbe hinterlassen müssen. Dies sei der Grundsatz, der seine Arbeit als Bürgermeister vorantreibt, und dabei werde er von Gemeinderat, Vereine, Gesellschaften, Bürgerinnen und Bürger unterstützt.

2022 entwickelte sich vor allem die Ortsmitte prächtig. Die Planungen des Betreuungszentrums konnte erfolgreich umgesetzt werden. Die Zahnarztpraxis ging als erstes in Betrieb, danach folgten die ambulante Pflegewohngruppe, das Betreute Wohnen und die Tagespflege. Im Frühjahr dieses Jahres wird Herr Fabian Dupont seine Hausarztpraxis im Betreuungszentrum eröffnen. Somit geht ein lang gehegter Wunsch vieler Mötzingerinnen und Mötzinger in Erfüllung.

Mit der Schaffung von Wohnraum ging man ein weiteres zentrales Problem in der Gemeinde an. Die geplanten Wohnbaugebiete „Röte II“ und „Röte III“ wurden auf den Weg gebracht. Es fehlen derzeit noch wenige Unterschriften von Grundstückseigentümern. Danach folgen die weiteren Schritte wie Ausschreibungen der Baumaßnahmen durch den Erschließungsträger und weiteres. Die Fertigstellung der Erschließungsarbeiten ist auf 2025 avisiert, evtl. kann mit dem Hochbau im Laufe des Jahres 2025 gerechnet werden. Diese Zeitschiene ist jedoch nur dann einzuhalten, wenn alle unterzeichneten Vereinbarungen der Eigentümer im Gebiet vorliegen, was im Moment leider noch nicht der Fall ist.

Weitere Projekte, für die die Gemeinde planungsrechtliche Grundlagen bzw. die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen muss, sind die Ansiedlung des Edeka-Marktes, Umsetzung des Rechtsanspruchs eines Ganztagsbetreuungsplatz ab 2026, weitere Kindertagesbetreuungsangebote wegen steigender Kinderzahlen, Breitbandausbau durch die Deutsche Glasfaser, barrierefreie umbauten bzw. Neugestaltung der Bushaltestellen in der Iselshauser und der Nagolder Straße und vieles mehr

Ganz intensiv ging Bürgermeister Hagenlocher auf die Probleme ein, die Vorgaben der Bundes- und Landesregierung umzusetzen. So ist es nicht nur die Frage, woher qualifiziertes Personal z.B. in den Kindertageseinrichtungen zu bekommen ist, um die Kinderbetreuung zu gewährleisten. Nein, auch die finanzielle Belastungsgrenze, die insbesondere kleine Gemeinden zu tragen haben, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen, ist schon längst erreicht. Es kann kein „weiter so“ geben, wenn die finanzielle Umsetzung nicht durch den Bund oder das Land gewährleistet ist.

Er dankte den vielen ehrenamtlichen Kräften in der Gemeinde und allen, die Verantwortung übernehmen und sich für ihre Mitmenschen und das Gemeinwohl engagieren.

Am Ende der Rede überreichte Pfarrer Taut Bürgermeister Hagenlocher einen schön gestalteten Bildband über die Renovierung des Kirchturms, die in diesem Jahr beendet werden konnte.

Nach einem weiteren Lied des Musikvereins Mötzingen, der den Neujahrsempfang umrahmte, lud die Gemeinde alle Anwesenden dazu ein, mit einem Glas Sekt auf das Neue Jahr anzustoßen. Viele nahmen dieses Angebot an und blieben bei interessanten Gesprächen nach dem offiziellen Teil in der Gemeindehalle.